Ein Gastbeitrag. Irene Welp ist Business-Coach und hat unsere KI Business School sowie die Advanced KI Business School absolviert. Wir haben sie gefragt, ob sie ihre Erfahrungen mit uns teilen möchte. Dass sie zugesagt hat, freut uns sehr, denn ihr Blick als Coach auf KI und Führung trifft genau das, worum es uns geht. Die folgenden Worte sind ihre eigenen.
In letzter Zeit werde ich häufig dasselbe gefragt: Warum interessiert sich eine Biologin, langjährige Führungskraft und heutige Business-Coach für Künstliche Intelligenz? Meine Antwort ist eindeutig: Weil Transformation in meiner DNA liegt, und weil gerade im Zeitalter der Algorithmen der Faktor Mensch, das Herzstück einer jeden Organisation, wichtiger wird als je zuvor.
Doch Begeisterung und theoretisches Interesse sind das eine. Um Führungskräfte, Teams und Organisationen in diesem tiefgreifenden Wandel wirklich fundiert und auf Augenhöhe als Sparringspartnerin begleiten zu können, braucht es mehr als oberflächliches Halbwissen. Es braucht eine fundierte, praxisnahe Ausbildung.
Genau aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die KI Business School und die Advanced KI Business School von Synnous zu absolvieren.
Nach intensiven Wochen des Lernens, Ausprobierens, Netzwerkens und Reflektierens möchte ich heute meine wichtigsten Erkenntnisse mit Dir teilen. Denn die KI Business School war für mich weit mehr als ein technisches Seminar. Sie war eine intensive Transformationsreise, die meinen Blick auf die Zukunft der Arbeit, der Führung und auch auf meine eigene Rolle als Coach nachhaltig geschärft hat.
Warum Synnous? Der Match von Mensch und Technologie
Wer meine Arbeit bei Empower Insights kennt, weiß, dass für mich gilt: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Als ich mich nach einer geeigneten Weiterbildung im Bereich KI umsah, stieß ich auf viele Angebote, die rein technisch orientiert waren. Da ging es um Programmiercodes, mathematische Modelle und IT-Infrastrukturen. Wichtig, ohne Frage. Aber nicht das, was Führungskräfte und Organisationen im Kern bewegt, wenn sie vor einem Change-Prozess stehen.
Synnous hat hier einen völlig anderen Ansatz gewählt, der mich sofort abgeholt hat. Bei der KI Business School geht es nicht darum, aus Managern IT-Spezialisten zu machen. Es geht darum, die Brücke zu schlagen zwischen tiefgreifendem technologischem Wandel und der menschlichen Organisation. Es geht um Mensch-Maschine-Kollaboration, um Kulturwandel und um die Befähigung, das „Empowerment“, von Teams.
Und dies ist gelebte Praxis. Das gesamte Synnous Team stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite, egal welche Fragen ich hatte. Martha, Niklas und Artemis gestalten das Lernen als eine gemeinsame Reise, bei der viel erkundet, entwickelt und auch viel gelacht wird. Dieser ganzheitliche Ansatz passte perfekt zu meiner Philosophie als systemischer Coach.
Meine wichtigsten Learnings aus der KI Business School
Die Ausbildung war modular aufgebaut und hat das Thema KI von der strategischen Flughöhe bis hin zur konkreten operativen Anwendung im Alltag durchleuchtet. Hier sind die Kernbereiche, die mich besonders geprägt haben.
Entmystifizierung: Was KI wirklich ist (und was nicht)
Bevor man über die Zukunft der Führung mit KI sprechen kann, muss man die Technologie verstehen. In der Business School wurde das Thema KI von Grund auf entmystifiziert. Wir haben uns intensiv mit generativer KI wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude beschäftigt, aber auch auf die Risiken in der Nutzung, rechtliche Rahmenwerke und konkrete Anwendungsbeispiele geschaut.
Mein Learning: KI ist kein magisches Wesen, das uns morgen den Arbeitsplatz wegnimmt. Sie ist, vereinfacht gesagt, ein hochentwickeltes statistisches Werkzeug zur Mustererkennung und Text- beziehungsweise Bildgenerierung. Sobald man versteht, wie Large Language Models Daten verarbeiten, verliert man die unbegründete Angst und gewinnt den Respekt vor den echten Einsatzmöglichkeiten.
Prompt Engineering als neue Kulturtechnik
Ein Schwerpunkt der Ausbildung war das Erlernen des sogenannten Prompt Engineerings, also der Kunst, einer KI die richtigen Anweisungen zu geben, um exzellente Ergebnisse zu erhalten. Und hier lerne ich bis heute stetig dazu. Schnell habe ich gemerkt: Gutes Prompting hat erstaunlich viel mit gutem Coaching zu tun.
Mein Learning: Wer der KI vage Fragen stellt, bekommt vage Antworten. Wer jedoch Kontext liefert, Rollen definiert, klare Ziele vorgibt und einschränkt, erhält brillante Ergebnisse. Im Coaching nennen wir das „präzise Auftragsklärung“. Zu lernen, wie man KI steuert, ist eine der wichtigsten Kernkompetenzen und war für mich ein echter Eye-Opener. Es schult das analytische Denken und die Klarheit in der eigenen Kommunikation.
Use-Case-Identifikation im eigenen Business-Kontext
Wie finde ich heraus, wo der Einsatz von KI für mich überhaupt Sinn ergibt? In der Business School habe ich gelernt, eigene Prozesse und Abläufe systematisch nach KI-Potenzialen zu scannen. Nicht alles, was technologisch machbar wäre, ist für mich wirtschaftlich oder auch menschlich sinnvoll.
Mein Learning: Besonders mein Hintergrund im internationalen Marketing und Vertrieb half mir hier, die Brücke zu schlagen. Wir haben gelernt, Prozesse in ihre Einzelteile zu zerlegen. Wo liegen Routineaufgaben, die repetitive Denkarbeit erfordern, etwa Marktanalysen, das Zusammenfassen langer Reports oder das Erstellen erster Textentwürfe? Wenn wir diese identifizieren, schaffen wir Freiräume für das, was Synnous so treffend betont: die wertschöpfende, kreative Arbeit des Menschen.
Was das für meine Arbeit als Coach bedeutet
Die Antwort ist einfach: Die Erkenntnisse fließen ab sofort direkt in meine Coaching-Prozesse und Workshops ein. Die KI Business School hat mein Fundament als Sparringspartnerin für Führungskräfte massiv gestärkt.
Als Führungskraft muss man heute nicht nur das Tagesgeschäft wuppen, sondern auch die digitale Transformation des Teams vorantreiben. Strategische Klarheit im KI-Zeitalter ist deshalb wichtiger denn je.
In Team-Workshops begegnen mir dabei oft gemischte Gefühle, die ich ehrlich gesagt vor meiner Lernreise mit Synnous auch hatte. Die Digital Natives wollen sofort loslegen, die erfahrenen Mitarbeitenden sind eher skeptisch. Wichtig ist es, gemeinsame Leitlinien für den Umgang mit KI im Team zu entwickeln, Ängste ernst zu nehmen und das gegenseitige Vertrauen zu stärken.
Wenn Strukturen, Prozessabläufe und Rahmenbedingungen im Unternehmen durch KI auf den Prüfstand gestellt werden, braucht es eine ganzheitliche Betrachtung. Gemeinsam schauen wir, wie sich Abteilungen verändern müssen, wenn administrative Aufgaben wegfallen, und wie wir das organisationale Lernen, das „organizational learning“, so gestalten, dass das Wissen im Unternehmen bleibt.
Mein persönliches Fazit: Inspiriert für die Zukunft
Ein Zitat von Simon Sinek, das ich sehr schätze, lautet: „The true value of a leader is not measured by the work they do. A leader’s true value is measured by the work they inspire others to do.“
Die KI Business School von Synnous hat mich genau dazu inspiriert: nicht nur die Technologie zu sehen, sondern das Potenzial, das sie in uns Menschen freisetzen kann. Wenn wir die KI als mächtigen Assistenten begreifen, der uns von administrativen Lasten befreit, haben wir endlich wieder Zeit für das, was uns als Menschen ausmacht: wirkliche Führung, tiefe Kommunikation, Kreativität und echtes Miteinander.
Ich bin dankbar für den Input, die großartigen Dozenten Martha und Niklas und den wertvollen Austausch mit den anderen Teilnehmenden bei Synnous.
Die Zukunft ist digital. Aber sie wird von Menschen gemacht. Du bist die Veränderung.
Über die Autorin
Irene Welp ist Business-Coach und Gründerin von Empower Insights in Wuppertal. Mit einem Hintergrund als Biologin und langjährige Führungskraft begleitet sie heute Führungskräfte, Teams und Organisationen in Veränderungsprozessen, von Führungskräfte- und Team-Coaching bis hin zu Organisations- und Projekt-Coaching. Mehr über ihre Arbeit findest Du auf welp.coach.
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