Recruiting aus dem Homeoffice… Traue ich mich jemanden einzustellen, den ich nie persönlich getroffen habe?

Dies ist also mein erster Blog aus dem Homeoffice in dieser neuen verrückten Corona Welt, in welcher man das Haus kaum verlassen darf und der direkte Kontakt zu anderen Menschen praktisch untersagt ist. Diese neue Welt ist offensichtlich ein Problem sowohl für Arbeitgeber*innen, als auch Arbeitnehmer*innen, man kann sich schließlich nicht einfach den ganzen Tag im Bett verkriechen und warten bis die Sache vorbei ist, so verlockend das auch klingt. Das Rad der Arbeitswelt dreht sich schließlich unerbittlich immer weiter. Daher ist bei einem Großteil deutscher Arbeitnehmer*innen Homeoffice angesagt. Dies birgt natürlich einige Herausforderungen für Unternehmen. Allerdings will ich mich hier nicht näher mit dem Home-Office an sich befassen, denn dazu gibt es schließlich schon genug Artikel. Nein in diesem Blogbeitrag soll es um das Rekrutieren neuer Mitarbeiter*innen von zu Hause aus gehen.

 

1. Veränderung

Man kennt den normalen Prozess in vielen Unternehmen… Sichtung, vielleicht noch ein Telefoninterview und dann auch schon die Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch. Dort kann man sich dann einen genauen Eindruck von der Person machen und somit feststellen, ob diese ins Unternehmen passe. So oder so ähnlich laufen wohl die meisten Bewerbungsprozesse in Deutschland ab. Doch was, wenn der letzte und entscheidenden Teil, das persönliche Gespräch, einfach wegfällt? Wie soll ich eine Person einschätzen, ohne sie vorher getroffen zu haben? Genau mit diesen Fragen sehen sich Personaler*innen nun konfrontiert.

 

2. Anpassung

Die Antwort auf diese Frage ist kurz und einfach: Ich ersetze das persönliche Gespräch einfach durch ein Virtuelles. Sprich ich tätige einen Videoanruf mit dem*der Kandidat*in. Anbieter für diese Form der Kommunikation gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Egal ob Skype, Zoom oder Teams der Service funktioniert in der heutigen Zeit mit einer halbwegs vernünftigen Internetverbindung schnell und einfach.

Wichtig ist hierbei alles einfach so zu machen, wie bei einem normalen Vorstellungsgespräch. Sprich man sucht sich einen schönen Platz in seiner Wohnung an dem sie sich wohl fühlt und vermittelt dem*der Kandidat*in so eine entspannte Wohlfühlatmosphäre. Die Mimik und ein sicheres Lächeln sind hierbei genauso entscheidend wie bei einem physischen Gespräch. Anfangs kommt einem die Situation komisch vor, doch man gewöhnt sich schnell an die neuen Begebenheiten und wird irgendwann kaum noch merken, dass man vor seinem Computer sitzt. Die Fragen und der Verlauf des Gesprächs werden ja letztendlich nicht dadurch verändert, wo man sich befindet, sondern es hängt wie bei einem normalen Gespräch von dem*der Personaler*in ab. Denn auch hier gilt eigentlich, wie bei einem normalen Bewerbungsgespräch, je wohler sich der*die Bewerber*in fühlt desto besser läuft zumeist das Gespräch. Nähere Informationen zum Remote Recruiting bei Synnous findet Ihr auf unserer Recruiting Seite.

So ein Videoanruf bringt im Vergleich sogar einige Vorteile mit sich. Er ist deutlich schneller und unkomplizierter zu organisieren als ein Vorstellungsgespräch. Sowohl das Unternehmen als auch der*die Bewerber*in sparen sich eine Menge Zeit. Der Anfahrtsweg fällt genauso weg wie die Belegung eines entsprechenden Raumes im Unternehmen und andere Kolleg*innen können ohne Beeinflussung weiter ihrer Arbeit nachgehen.

 

3. Was kommt dann?

Schwierig wird es eigentlich erst nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch. Denn so überzeugt ich auch von dem*der Kandidat*in bin, ein Probetag um sicher zu gehen wäre schon ganz schön. In der Situation ist etwas Kreativität gefragt, denn der*die Bewerber*in braucht schließlich Aufgaben, welche er*sie vom heimischen PC aus erledigen kann. Besonders gut eignen sich hier beispielsweise Recherche Aufgaben oder das Schreiben von freien Texten zu Unternehmensrelevanten Themen. Währenddessen kann man auch wunderbar schriftlich über ein Chat- Programm seiner Wahl kommunizieren. Anschließend kann man sich dann über einen Videoanruf über die Aufgaben austauschen und sich besser kennenlernen. Man sollte hierbei auch nicht seine anderen Kolleg*innen vergessen. Die Teilnahme an einem einfachen Teammeeting eignet sich zum Beispiel wunderbar um mehrere Team Member auf einmal kennen zu lernen. Auch hier ist es letztendlich entscheidend eine Wohlfühlatmosphäre für den*die Kandidaten*in zu schaffen

 

Die entscheidene Frage

Traue ich mich jemanden einzustellen den ich nie persönlich getroffen habe?

Ich sage JA, denn ein Videoanruf steht einem klassischen Bewerbungsgespräch in nichts nach und bietet hierbei sogar noch einige Vorteile. So muss das Skype- Gespräch keine Übergangslösung bleiben, sondern kann den Bewerbungsprozess langfristig erleichtern.

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