Candidate Journey in digitalen Zeiten

Die Bedeutsamkeit der Candidate Journey und der damit zusammenhängenden Candidate Experience im Recruiting-Prozess ist schon lange bekannt. Denn um Top-Mitarbeiter*innen für sich und sein Unternehmen zu gewinnen, muss man den Bewerber*innen entgegenkommen – vor allem in einer Zeit, in der es an Fachkräften mangelt, ist das enorm wichtig. Individualität bei der Bearbeitung und Wertschätzung sind zwei Aspekte, die auf keinen Fall zu kurz kommen dürfen, damit der Recruiting-Prozess erfolgreich abläuft. Hinzu kommen weitere Vorteile für das Unternehmen, die mit einer positiven Candidate Experience einhergehen. 

Die Candidate Journey umfasst den gesamten Prozess, den ein*e Kandidat*in bei der Bewerbung durchläuft, es entstehen viele verschiedene Kontaktpunkte zwischen Unternehmen und Bewerber*inPersonalverantwortliche sollten genau vor Augen führen, wie und wann diese entstehen, um sie dann schrittweise optimieren zu können und potentielle Top-Mitarbeiter*innen gezielt zu Rekrutieren. 

I. Aufmerksamkeit 

Im ersten Schritt werden Bewerber*innen auf das Unternehmen aufmerksam, in der digitalen Welt häufig durch die Homepage, den Social Media Auftritt oder Online-Stellenanzeigen. Schon hier ist es wichtig, Awareness zu schaffen und die Zielgruppe anzusprechen. Ein agiles, junges Unternehmen kann bereits mit einer jungen und modernen Homepage punktenAuch die Formulierung der Stellenanzeige hat einen großen Einfluss auf die Bewerber*innen, diese sollten klar und ansprechend formuliert sein und übersichtlich erscheinen. Die Jobbezeichnung ist ebenso wichtig – wird die Stellenanzeige überhaupt gut gefunden? Je nachdem, welche Bewerber*innen man ansprechen möchte, kann man für das Veröffentlichen dann auf verschiedene Jobbörsen zurückgreifen. Der erste Eindruck zählt nicht nur beim menschlichen Kennenlernen, sondern auch schon beim Online-Auftritt. Transparenz ist hier wichtig – die Bewerber*innen sollen den bestmöglichen Einblick in das Unternehmen und potenzielle Aufgaben erhalten. Authentizität dient dabei als Schlüssel zum Erfolg des ganzes Images.  

II. Bewerbung 

Wenn sich das Interesse also erfolgreich gebildet hat folgt die Bewerbung, der zweite Kontaktpunkt zwischen Unternehmen und Bewerber*in. Im digitalen Zeitalter erfolgt diese zumeist ebenfalls online. Für eine positive Candidate Experience ist hier vor allem eine einfache Handhabung von großer Bedeutung. Bewerbungsunterlagen sollten leicht hochzuladen sein, ein einfacher Aufbau und ein selbsterklärendes Vorgehen bei der Bewerbung ist wichtig. Dann kommt noch die Bewerberkommunikation ins Spiel – Schnelligkeit und Offenheit sind zwei Faktoren, die stets beherzigt werden sollten. Dazu zählt nicht nur eine schnelle Antwort auf die Bewerbung, sondern auch zügiges Feedback nach Telefon-, Skype- oder Vorstellungsgesprächen. Was natürlich nicht heißt, dass man noch am selben Tag eine Zu- oder Absage aussprechen sollte. Den*die Bewerber*in sollte aber auch keine zwei Wochen warten müssen und eine durchgehende Unsicherheit fühlen. 

III. Auswahl 

Im Auswahlverfahren heißt es für den*die Bewerber*in erstmal abwarten. Gegebenenfalls folgt dann ein Bewerbungsgespräch, der erste reale Kontaktpunkt (also) mit dem Unternehmen. Auch dies kann natürlich virtuell durchgeführt werden. Hier ist es vor allem wichtig, dass sich der vorher hoffentlich bereits positive erste Eindruck noch einmal verfestigt. In Gesprächen lernen Bewerber*innen das Unternehmen näher kennen, erfahren mehr über ihre potenziellen Aufgaben und lernen das erste Mal die Menschen kennen. Der Person-Job-Fit wird überprüft und auch dieser Punkt sollte so angenehm wie möglich für die Bewerber*innen sein, ein Kennenlernen auf Augenhöhe ist sowohl für Personalverantwortliche als auch für die Bewerber*innen wichtig, sowohl beim Offline als auch Online-Kennenlernen. Hierbei spielt die virtuelle Kommunikation dann eine entscheidende Rolle, die Unternehmenskultur und Arbeitsweise sollten virtuell genauso rübergebracht werden, wie es auch offline der Fall wäre.

IV. Einstellung 

Wenn all diese Schritte positiv verlaufen sind, folgt im besten Falle die Einstellung. Dieser Übergang sollte möglichst fließend gestaltet werden, ein gutes Onboarding – sowohl online als auch offline – ist hier das A & O. Neuankömmlinge sollen sich von Anfang an wohl fühlen und schnell Aufgaben übernehmen, damit sie sich produktiv fühlen. Die soziale Komponente spielt hier auch eine große Rolle, denn neue Mitarbeiter*innen sollen sich schnell als Teil des Teams sehen. Die Candidate Experience wird hier von der Employee Experience abgelöst. 

Positive Folgen der Candidate Experience 

Unbeeinflusst von dem tatsächlichen Ausgang der Candidate Journey, hat eine positive Candidate Experience immer auch positive Auswirkungen auf das Unternehmen und darf nicht unterschätzt werden.  

Die offensichtlichste Folge ist natürlich das Verbleiben im Bewerbungsverfahren und bestenfalls eine Einstellung, also eine niedrige Abbruchquote. Hinzu kommt aber noch ein positives Image, auch Weiterempfehlungen können sich auszahlen. Das Employer Branding (also die Darstellung als attraktiver Arbeitgeber) spielt hier eine große Rolle, sowohl online in Bewertungsportalen als auch offline in Empfehlungen im Freundeskreis. Im besten Fall kann auch schon während der Candidate Journey eine gute Beziehung zwischen Bewerber*in und Arbeitgeber*in aufgebaut werden, eine emotionale Bindung zum Unternehmen, ein Grundbaustein, auf den man im weiteren Verlauf aufbauen kann. So wird eine langfristige Zusammenarbeit ermöglicht. 

Wenn Ihr mehr über unser Vorgehen im Recruiting und mögliche Unterstützung wissen möchtet, meldet Euch gerne bei uns! Oder schaut bei unseren nächsten Recruiting Workshops vorbei, die wir in unserem Newsletter ankündigen. 

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