Green Jobs auf dem Vormarsch

Green Jobs haben Zukunft, das zeigt sich immer mehr und ist angesichts der aktuellen Lage auch kaum verwunderlich. Der weiter voranschreitende Klimawandel ist immer mehr spürbar und um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss die Privatwirtschaft ebenso wie der Rest der Bevölkerung seinen Teil dazu beitragen. 

Grüne und nachhaltige Jobs können dabei in nahezu jeder Branche angesiedelt sein. Neben der Arbeit an technischen Lösungen für die Herausforderungen der aktuellen Zeit wie beispielsweise Speichertechnologien für erneuerbare Energien, Bereiche der Elektromobilität oder Digitalisierung, werden Strategien für nachhaltige Investments zur Finanzierung von Innovationen, Mitarbeitende für grüne Start-Ups oder auch Personen im Marketing und Kommunikationsbereich gesucht. Grüne Jobs kann man also mit nahezu jeder Qualifizierung finden – im Folgenden beleuchten wir allerdings die andere Seite und stellen uns die Frage:  

Was genau machen Green Jobs aus und wie finde ich als Arbeitgeber*in in einem nachhaltigen Unternehmen die richtigen Mitarbeitenden? 

Identifikation und Motivation

Wichtig ist natürlich, wie immer, wenn es um die Stellenbesetzung geht, an erster Stelle die Identifikation mit dem Unternehmen. Mitarbeitende gehen bei einer starken Identifikation mit der Mission, der Vision und den Werten eines Unternehmens auch Kompromisse ein. Sie nehmen beispielsweise in Kauf weniger Gehalt zu bekommen als bei der Konkurrenz, die dafür aber keine Nachhaltigkeitsziele verfolgt – mit der man sich also nicht identifizieren kann. Die monetären Unterschiede zu anderen Branchen spielen dementsprechend keine Rolle mehr, da die Motivation eine andere ist. 

Und da haben nachhaltige Unternehmen mit Green Jobs auch einen großen Vorteil, die Mitarbeitenden sind im besten Fall intrinsisch, also von sich aus und der Sache wegen, motiviert. Wenn mir also die klimafreundliche Gestaltung der Gegenwart und Zukunft am Herzen liegt, benötige ich keine starken extrinsischen Motivatoren wie Gehalt oder Bonuszahlungen, um motiviert bei der Arbeit zu sein, gute Leistungen abzuliefern und mich zu engagieren. Auch Meilensteine bekommen eine andere Bedeutung, statt Umsatzzahlen werden bei Ecosia beispielweise Baumpflanzungen als Meilensteine gefeiert. 

Green Jobs Startup Team gießt frisch gepflanzten Baum

Purpose drives Motivation

Dieser Purpose-Gedanke in der Arbeitswelt gewinnt bei nahezu allen Unternehmen an Bedeutung. Zu welchem übergeordneten Zweck erledige ich eigentlich gerade meine Aufgaben? Als grünes Unternehmen liegt die Antwort da meist auf der Hand oder spielt im Arbeitsalltag eine so große Rolle, dass die Motivation stets hoch bleibt. Ein weiterer ergänzender Faktor ist die Unternehmenskultur – „der einzig unbestechliche Faktor für Vertrauen, Einsatz und Leistung aller Beteiligten“. Diese bietet den Raum für gesteigerte Kreativität und intrinsische Motivation, zwei wichtige Bestandteile grüner und innovativer Unternehmen. Die individuelle Unternehmenskultur äußert sich in vielerlei Punkten, beispielsweise in den Normen, Werten, Glaubenssätzen aber auch in Entscheidungen und Handlungen der Führungskräfte sowie der Mitarbeitenden. Auch hier punkten nachhaltige Unternehmen – die Normen und Werte sind meist eindeutig und aus der Mission ableitbar. Zudem herrscht ein Konsens in den Werten, der eine optimale Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit bildet. 

Grüne Unternehmen haben also neben ihrem tatsächlichen positiven Impact für unsere Welt und Umwelt auch Vorteile im Unternehmen durch softe Faktoren wie die Kultur, die Werte und Normen. Damit heben sie sich von der Konkurrenz ab und haben in diesem Bereich sogar einen Wettbewerbsvorteil. Doch wie findet man nur die Mitarbeitenden, die genau danach suchen? Und woran erkennt man, ob eine Zusammenarbeit auch langfristig funktioniert? 

Candidate Journey bei Green Jobs

Dabei spielen mehrere Faktoren in der Candidate Journey eine Rolle. Wie werden Menschen, die nach einem Start ins Arbeitsleben oder einem Jobwechsel suchen, auf nachhaltige Unternehmen aufmerksam? 

Zum einen existieren Jobbörsen, bei denen nur nachhaltige, sinnhafte und grüne Stellen geschaltet werden, zum Beispiel goodjobs oder greenjobsDie Anzeigen hier richten sich also eine eine klar definierte Zielgruppe und zwar an die, die gezielt auf der Suche nach einem nachhaltigen Job sind. Hier Stellen zu schalten bringt also erst einmal eine gute Reichweite in der gewünschten Zielgruppe mit sich.  

Auch wichtig ist natürlich die eigene Kommunikation der gelebten Werte, schon beim ersten Kontakt mit potenziellen Bewerber*innen, nämlich beim Online-Auftritt und der Stellenausschreibung. Diese sollten sich von der Konkurrenz abheben und klar die eigenen Werte und Ansprüche benennen. Nur dann kann eine direkte Identifikation stattfinden. Daher ist es wichtig auch hier keine Mühen zu scheuen und sich genau der eigenen Alleinstellungsmerkmale und Unternehmenscharakteristika bewusst zu sein. 

Genauso ausschlaggebend ist das bei Bewerbungsgesprächen oder Schnuppertagen, nur hier kann sich herausstellen, ob eine langfristige Passung wirklich da ist. Eine Kommunikation auf Augenhöhe und ein authentisches Kennenlernen ist hier das A & O. So kann ab dem ersten Moment eine langfristige Bindung entstehen, die für grüne und nachhaltige Unternehmen enorm wichtig ist. Hiervon profitieren natürlich beide Seiten. Zudem sollte man sich hier über die gesuchten Kompetenzen im Klaren sein. Was sollen meine Mitarbeiter*innen noch mitbringen, außer vermutlich eine übereinstimmende Meinung zu der Wichtigkeit und Unverzichtbarkeit von Nachhaltigkeit und der eigenen Umweltverantwortung. 

Authentizität auf beiden Seiten 

Wichtig bei allen genannten Punkten ist natürlich die Authentizität – und diese auf beiden Seiten. Genauso, wie Arbeitgeber*innen sich auf ein authentisches Kennenlernen der Bewerber*innen verlassen müssen, müssen die Bewerber*innen ein authentisches Unternehmensbild wahrnehmen können. Das reine Propagieren nachhaltiger Werte macht ein Unternehmen nicht automatisch grün, diese müssen auch tatsächlich gelebt und umgesetzt werden. “Green Washing” ist dabei das genaue Gegenteil und wird Bewerber*innen früher oder später auffallen. Unternehmenskultur und strategische Ziele sollten also im besten Fall mit den persönlichen Zielen, die die Bewerber*innen im Alltag verfolgen, übereinstimmen.  

Das perfekte Matching 

Innovatives Recruiting und Personalmanagement ist also bei Green Jobs mindestens genauso wichtig wie in anderen Bereichen auch! Die Identifikation und der Purpose-Gedanke ist meist bei der Suche viel bedeutender als in anderen Branchen. Um hier die perfekten Kandidat*innen zu finden benötigt es eine ausgesprochen gute und offene Kommunikation, denn nur so wird dieser Gedanke deutlich. 

Die Bedürfnisse von grünen Unternehmen zu verstehen und diese perfekt mit Anforderungen von Bewerber*innen zu matchen ist demnach unverzichtbar, um erfolgreiches Recruiting zu betreiben und Stellen passend zu besetzen. 

Wenn Ihr mehr über das Recruiting-Vorgehen von Synnous und unsere jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Startups und KMU erfahren wollt, meldet Euch gerne bei uns! Bleibt gesund! 

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